Freitag, 27. Februar 2009

Gaga-Ian.

Neben den Kommentaren im Blog hier bekomme ich auch das ein oder andere Mail zu meinen Beiträgen persönlich geschickt.

Eines dieser Mails hat eine interessante Erkenntnis zu meinem gestrigen „Absurditäten-Beitrag“ parat, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Ich zitiere aus dem Mail:

„Zur Zeit versucht jeder, den nächsten Skittles Spot zu machen oder annähernd in diese Reichweite zu kommen. Das wird aber schwer, denn hinter diesen Gaga Spots steckt eine eindeutige Handschrift.

Die von Ian Reichenthal, CD Text von TBWA/Chiat Day NewYork.

Ian beherrscht diesen absurden Gaga-Stil perfekt. Und den hat er bei Cliff Freeman und Partners gelernt, als die damals noch Little Caesars Pizza gemacht haben. Er hatte also genug Zeit, ihn zu lernen und perfekt zu beherrschen.

Where is the beef?

(Anmerkung der Redaktion: Where's the beef war für Wendy Burgers – siehe unten – Little Caesar's hat aber andere Gaga-Spots geliefert – siehe ebenfalls unten).

Es wird also schwer sein, sowas wie Skittles mal eben hinzukriegen. Gerade für Europa. Obwohl, Reichenthal klingt nach jüdischen Emigranten. Vielleicht hat er ja noch ein paar fähige Verwandte hier in Deutschland.

Das schöne an seiner Rolle: man kann sich neben dem Gag auch den Absender merken:

Skittles, Starbust, Combos, ...“.

Ende des Zitats.

Dem kann ich nichts hinzufügen. Außer einigen Spots, von denen hier die Rede ist.

Und ein Danke an den Jeck aus Aachen, der mir die Mail geschickt hat.



Fing so Gaga-Werbung in den 90ern an? TVC „Where’s the beef“ für Wendy Burger.





TVC "Training" für Little Caesar's – ein neuerer Spot, aber immer noch in Linie mit der schrägen Werbetradition der Marke.





TVC „Factory“ für Starburst.




TVC „Taylor“ für Skittles.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Das Absurde auf dem Vormarsch.

Der Wunsch, etwas Abartiges in der Werbung zu zeigen, schlummert sicher in vielen Kreativen.

Irgendwie möchte man es schaffen, dass in den Kampagnen, die man so rausbringt, Dinge gezeigt werden, die die Welt noch nicht gesehen hat. Die obskur sind. Die verrückt sind. Die gaga sind. Die provokant sind.

Ihr kennt sicher noch ein paar passende Eigenschaftswörter mehr dafür.

Das neue Zeitalter der Kommunikation, speziell im Internet, ist dafür ein guter Nährboden, denn mehr und mehr Kunden folgen der Maxime „Hauptsache, die Leute gucken hin und merken sich den Absender“.

Dagegen habe ich nichts einzuwenden, solange man die Kurve zur Marke irgendwie noch nachvollziehbar hinkriegt.

Diese absurden Geschichten und Kreationen in den Awardshows und auf den einschlägigen Kreativ-Portalen nehmen – für meine Wahrnehmung – drastisch zu.

Eine neue, wie ich finde gelungene „Absurdität“ kommt aus Australien und zeigt das Wasser, aus dem das Bier mit dem unaussprechlichen Namen "James Boag's Draught" gemacht wird.

Das tasmanische Wasser ist so gut, dass es die unterschiedlichsten Dinge zum Besseren verwandelt. Und natürlich am Ende das Bier selbst. Amüsant auch der extreme Aussie-Slang in diesem Spot.

Logic go home.



TVC „Pure Water“ für ein tasmanisches Bier names James Boag's Draught von Publicis Mojo in Sydney.

Dienstag, 24. Februar 2009

Von typischen TV Pointen. Und untypischen.

Ein gutes Film-Treatment liest sich wie ein gut erzählter Witz. Das war einst das Mantra von Konstantin Jacoby. Die klassische Kreativendenke. Oft trifft sie ja auch heute noch zu.

Eine Geschichte wird erzählt, ein Spannungsbogen baut sich auf und zack – am Ende folgt die überraschende Wendung.

Ein Beispiel:



Viraler Spot "Bouncy Castle" für Goodyear. Am Ende kommt es – im wahrsten Sinne des Wortes – dick. 

Ein sehr aufschlussreichen Artikel auf Spiegel Online in der letzten Woche untersucht die Psychologie von Humor. Unter dem Titel „Die Macht der Pointe“ stellt der geschätzte Autor Philip Bethge fest, dass sie groß genug sei, um zu manipulieren und zu verführen.

Wer weiß dass besser als wir Kreativen?

Doch durch die Inflaltion von Witzen in der Werbung wird speziell im Film (TV und Internet) mehr und mehr die untypische Pointe populär.

Wenn es um innovative Kreation geht, wohlgemerkt, und nicht um den Standard-Reklame-Käse.

Ein sinnvolles Anliegen, denn in der typischen Pointe liegt inzwischen fast schon eine gewisse Langeweile. Bei vielen durchschnittlichen Spots ahnt man schnell, dass gleich eine Pointe kommt. Und wenn sie nicht mal durchschnittlich sind, ahnt man auch noch, welche Pointe genau kommt.

Ist sie dann da (die Pointe) und nur im Ansatz lauwarm, muss man nicht lachen. Die Werbeabsicht geht sogar eher nach hinten los. Man fühlt sich verarscht.

Stellen wir zusammenfassend fest: Die typische Pointe ist, wenn der Höhepunkt der Erzählung am Ende kommt.

Warum auch nicht, schließlich sind wir Menschen das seit Jahrzehnten schon allein durch unser Sexualleben so gewohnt.

Woran erkennt man nun die untypische Pointe?

Ein Witz, dessen Gag schon am Anfang erscheint, ist selten einer.

Doch wir bewegen uns hier im Medium Film und deshalb kommt die untypische Pointe oft über die etwas andere Erzählweise, die Dramaturgie, den Schnitt, die Post Produktion oder eben die Art der Bilder.

Hier ein Beispiel:



Viraler Spot „Tips“ für careerbuilder.com von Wieden + Kennedy, Portland. Hier kommt die Pointe durch die etwas andere Erzählweise.

Obwohl der Autor Philip Bethge in seinem Artikel behauptet, dass die unvorhersehbare Pointe immer noch am lustigsten ist, spürt man bei Filmen wie dem obigen schon nach den ersten Bildern, dass etwas anders ist.

Gerade daraus zieht der Spot seine Spannung und seinen Humor.

Welche Form der Pointe ihr auch immer verwendet, die größte Kraft des Humores kommt aus Tabubrüchen. Daraus, andere zu verletzen, zu verhöhnen oder auszugrenzen.

Behauptung:

„Im ersten Augenblck ist es schwer, dem Sog der Pointe zu widerstehen. Dazu nutzt der Witz das Moment der Überraschung. Der Hörer kann sich dem Tabubruch nicht entziehen. Er wird zum Komplizen, ob er will oder nicht.“

Beweis:

Kommt ein Mann zum Tierheim und fragt: „Sagen Sie, mag der Schäferhund dort auch kleine Kinder?“.

Darauf der Wärter: „Ja, aber kaufen Sie besser Hundefutter, das kommt billiger.“.

Und dann wäre da noch ein fieser Nonnenwitz. Aber den lass ich mit Rücksicht auf die weibliche Leserschaft hier mal weg.

Montag, 23. Februar 2009

Einfach einfach. Und irgendwie doch nicht.

Es gibt immer wieder Arbeiten, die mich begeistern. Heute ist mir so ein Werk begegnet. Oli, unser CD, hat es mir geschickt:



TVC „Die Dinge geregelt kriegen“ für den Rowohlt Verlag. Text: Kathrin Passig, Sascha Lobo. Regie: Marko Thorhauer. Motion Design: Aslan Malik. Agentur: iRead Media.


Dieser Spot lebt – mehr als viele andere – vom Glauben und Vorstellungsvermögen seiner Macher.

Ja, der Text ist brillant. Aber klang er als pures Skript auch schon brillant?

(Und denkt euch bitte den Sprecher weg.)

Ja, die Animation ist genial einfach. Aber war sie das auch schon als Scribble oder Mood?

Ich weiß nicht, wie lange das Werk schon im Netz kurisert (lt. YouTube 10/2008), aber versetzt euch doch mal in die geistige Lage, dass ihr diesen Spot nicht kennt – hättet ihr an das Skript geglaubt?

Gut, als Aussenstehender geht man davon aus, dass der Text aus dem Buch ist. Und vielleicht hat der Regisseur nur eine Textpassage genommen, die ihm gefiel und versucht, mit dem Motion Graphics Designer das Beste daraus zu machen.

Würde einiges erklären. Und zeigen, dass die besten Award-Ideen meistens dann entstehen, wenn man sie gar nicht plant.

Wie auch immer, man kann diesen Spot eigentlich nur mögen. Vor allem, weil er sich in einem überschaubaren budgetären Rahmen bewegt.

Wie schwer es allerdings ist, im engen Rahmen einen genialen Film nach dem anderen zu machen, erkennt man, wenn man sich die weiteren Low-Budget-Werke der Agentur ansieht.

Was einen Kreativen wie mich erfreut (und mit mir vielleicht all jene, die immer schmachtend nach England und den teilweise sehr opulenten Produktionen dort gucken), ist der altruistische Kampf David gegen Goliath – und David gewinnt.

Anders gesagt: Auch mit einer einfachen Idee kann man gegen Millionenproduktionen bestehen.

Da geht man doch gleich wieder motivierter ans Werk.

Freitag, 20. Februar 2009

Eine Frage der Jury.

Der englische Fussballspieler Gerry Linneker hat 1994 anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA auf die Frage eines amerikanischen Radioreporters, ob er den unkundigen amerikanischen Zuhörern mit wenigen Worten erklären könne, wie Fussball funktioniert, folgendes geantwortet:

Fußball ist ein Spiel von 22 Leuten, die rumlaufen, den Ball spielen, und einem Schiedsrichter, der eine Reihe dummer Fehler macht – und am Ende gewinnt immer Deutschland.

Würde man Gerry Linneker heute fragen, wie der RAMSES Wettbewerb – die Preisverleihung der Radio Marketing Services für herausragende Funkwerbung – funktioniert, so hätte er natürlich keine Ahnung.

Aber ich würde mir dafür sein Zitat leihen. Mit geändertem Wortlaut:

Der RAMSES ist ein Wettbewerb unter rund 400 Funkspots, die von Agenturen eingeschickt werden, und einer Jury, die eine Reihe merkwürdiger Entscheidungen trifft – und am Ende gewinnt immer Grabarz & Partner mit Studio Funk.

Wehe dem, der Böses dabei denkt, wenn er hört, dass Grabarz die Agentur und Studio Funk ein bevorzugter Produktionspartner des Veranstalters ist.

Das wäre nun wirklich eine allzu billige Argumentation.

Wenn aber der Veranstalter RMS das Ziel hat, mit dem RAMSES die kreative Kraft von Funkwerbung zu unterstreichen, dann wage ich zu bezweifeln, ob das die Preisverleihung in den Hamburger Deichtorhallen gestern abend geschafft hat.

Und ich rede hier nicht davon, dass man fast drei Stunden warten musste, bis die 5 Gewinner präsentiert wurden.

Wenn ich RAMSES höre, denke ich mittlerweile reflexartig nur noch an die immer gleichen Juroren aus den immer gleichen Agenturen und Produktionshäusern mit dem immer gleichen Endergebnis. Da bin ich beileibe nicht alleine.

Und das Fake-Thema will ich hier aus Zeitgründen erst gar nicht eröffnen.

Zur Ehrenrettung der Kollegen möchte ich vorweg schicken, dass sich Grabarz & Partner (allen voran ihr CD und Funkguru Ralf Heuel) wirklich hervorragend auf Radiowerbung verstehen und in der Kombination mit Studio Funk ein verdammt schwer zu schlagendes Team sind.

Glückwunsch also der wirklich herausragenden Qualität dieser beiden Funk-Institutionen.

Meine Frage zu der mit Gold prämierten Spot-Serie (siehe unten) ist allerdings, ob es nicht innovativere Formate und Inhalte unter 400 Funkspots gegeben hat?

Silber (Deutsch Magazin) war zwar innovativ, aber wieder von der Sorte Spots, die auf totalen Tabubruch setzen und einen Nazi über Deutsche reden lassen. Ich persönlich fand das einfach zu durchsichtig provokant und geschmacklos.

Aber für solche Entscheidungen gibt es ja eben eine Jury.

Doch genau dieses Thema, die Jury-Besetzung, zeigt das Dilemma von vielen deutschen Wettbewerben.

Wie gesagt, da sitzen die immer gleichen Hanseln und zeichnen die immer gleichen Arbeiten aus.

Bei der ADC Königsdisziplin, nämlich TV-Spots, ist die Jury 2009 auch schon wieder mit den üblichen Verdächtigen besetzt.

Ränkespiele, ich hör dir trapsen.

Da leidet einfach die kreative Integrität.

Wenn man beim ADC ernsthaft darüber nachdenkt, mehr Relevanz in den Kreativwettbewerb zu bekommen, dann liegt der Schlüssel erst einmal darin, eine kompetente, hochkarätige und möglichst objektive Jurybesetzung auf die Beine zu stellen.

Ich glaube nicht mehr an das momentane Wahlsystem des ADC (Kumpels wählen Kumpels).

Ich glaube daran, dass man von einem ebenso kompetenten wie unabhängigen Gremium die Jurys jedes Jahr neu besetzen lassen muss und möglichst die aktuellen Fachleute der jeweiligen Disziplin dafür gewinnen oder berufen sollte.

Und nicht immer wieder Kumpi 1 und Kumpi 2, die sich von anderen Kumpis (3 bis 99) wählen lassen und sich seit Jahren kennen. Und auch Jahr für Jahr immer in der gleichen Jury sitzen.

Die Jury des Folgejahres sollte so gut wie nicht mit der Jury des aktuellen Jahres identisch sein.

Mit solchen Maßnahmen wird man zwar gewisse Eigendynamiken auch nie ganz verhindern können, aber man kann besser ausschließen, dass so ein „Geschmäckle“ aufkommt, wie das beim RAMSES der Fall ist.

Damit tut man keinem einen Gefallen. Weder den Gewinnern. Noch dem Wettbewerb selbst.

Und am wenigsten der kreativen Meßlatte, die man mit Wettbewerben hochhalten möchte.

Ich bin sicher: Wer die Relevanz von deutschen Wettbewerben erhöhen will, muss zuerst die Jurybesetzung und die Bewertungsmodalitäten auf den Prüfstand stellen.

Bei der heutigen Marktkraft von Kreativ-Wettbewerben kann man das nicht mehr dem Zufall überlassen.

Die RAMSES-Gewinner-Funk-Spots könnt ihr hier hören.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Was heisst Rohrkrepierer auf englisch?

Neulich konnte man hier einen schönen Überblick bekommen, wie viele Werbe-Archive im Internet kursieren, die uns Kreativen die „beste Werbung weltweit“ anbieten.

Um das zu unterstreichen, haben sie selbstverständlich solch ambitioniert klingende Namen wie BestAdsonTV oder Creativity online.

Da erhält man, wenn man will, jede Woche einen Podcast als Abo und kann sich das Beste vom Besten der globalen Kommunikationsszene reinziehen.

Wenn dem nur immer so wäre.

Gerade jüngst ist mir aufgefallen, dass sie einem teilweise echte Scheisse auf den Computer schicken.

Oder hab ich mal wieder die Spots und ihre subtilen Gags oder ihren kulturellen Hintergrund nicht mitbekommen?

Hier zwei internationale Rohrkrepierer zur Auswahl:



Viral (oder was auch immer) „Quest for G“ für Gatorade.

Soll eine Parodie auf Monty Python’s Holy Grail sein. Ich find es nicht witzig und frage mich, was das Teil unter „Bester Werbung“ zu suchen hat?




TVC „Field Generals“ für Nike.


Sicher nicht schlecht gemacht, aber international wirklich in der Champions League?


Es ist beileibe keine neue Erkenntnis, dass auch international viel Durchschnitt exisitiert. Aber durch diesen Zwang, jede Woche etwas Neues und Herausragendes präsentieren zu müssen, wird Mittelmaß immer schöner und schöner geredet.

Und plötzlich findet es auch noch alle Welt gut.

Also, nicht immer gleich beeindrucken lassen, nur weil der Spot auf Englisch ist und von den selbsternannten Online-Kreativ-Experten in den Himmel gehoben wird.

Diese ganze Internet-Archiv-Blase hat irgendwie Parallelen zu der schönen Wikipedia-Anekdote um den neuen deutschen Wirtschaftsminister. Kennen wahrscheinlich die meisten von euch schon.

Kurz: einer der vielen "rasenden Wikipedia-Reporter" hat bei gleichnamigem Portal unter die vielen Vornamen des neuen Wirtschaftsministers Karl-Theodor von Guttenberg noch einen „Wilhelm“ gemogelt. Und die Bild-Zeitung hat ihn am Dienstag fleissig auf der Titelseite gedruckt.




Tja, Qualitätsprobleme, wohin man schaut. Auch bei den immer ach so akribisch recherchierenden Journalisten.

Da fühlt man sich doch gleich ein bisschen besser.

Hab schnell noch mal auf leo.org nachgeguckt, was Rohrkrepierer auf englisch heisst.

Drei zur Auswahl: barrel burst, damp squib oder non-starter.

Welcher der drei Begriffe letztendlich der gängige englische Sprachgebrauch – im Zusammenhang mit "Scheisse" – ist, klären hoffentlich die Kommentare.

Eine wahnsinnig wichtige Informationslücke, die dann endlich aus der Welt geschaffen wäre.

Danke, Internet!

Dienstag, 17. Februar 2009

Wann wehrt sich der Franz endlich?

Vor ziemlich genau neun Jahren saß ich in London mit meinem Partner Hermann und mit Tim Delaney an einem langen Konferenztisch. Wir haben uns darüber unterhalten, ob wir zusammen eine Agentur in Hamburg aufmachen sollten.

Tim fragte plötzlich, ob wir seinen neuen Spot für Barclay’s Bank sehen wollten – und natürlich waren wir neugierig.

Der Spot sah so aus:




TVC „Big“ mit Anthony Hopkins für Barclay’s Bank aus dem Jahr 2000, entwickelt von Leagas Delaney London.


Damals blieb uns die Spucke weg. Wir dachten beschämt an unsere eigenen Arbeiten, die wir in der Mappe hatten. Spots mit Cindy Crawford für die Bahn, mit dem Börsenguru André Kostolany für Audi, mit Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon, für die Deutsche Post. Sowie weitere Spots mit dem ein oder anderen Semi-Promi (Pierre Brice für Valbrie – hüstel, hüstel).

Als uns Tim dann noch erzählte, dass Anthony Hopkins gerade mal 1 Stunde Zeit für den Dreh hatte und dass der Regisseur kein geringerer als Ridley Scott war, da wollten wir unsere Spots gar nicht mehr in die U-matic schieben (tja, damals lief so etwas noch manuell ab).

Bei der Barclay’s Kampagne war nicht nur die Strategie für eine Bank sehr mutig („Größe“), auch das prominente Testimonial war wirklich artgerecht dargestellt.

Artgerecht heisst, dass die Idee und die Dramaturgie des Spots seinen Charakter optimal zur Geltung gebracht haben und man verstanden hat, warum es genau dieser Typ sein musste. Und nicht irgendein anderer Typ, Hauptsache berühmt.

Sehr viele prominente Testimonials sieht man zwar in Filmen, aber sie wirken meistens wie abgefilmte Anzeigen. Die "Celebrities" halten ihr Gesicht in die Kamera, reden stocksteif etwas daher und die Marketingverantwortlichen wünschen sich sehnlichst, dass sich für das viele Geld ganz schnell die Aufmerksamkeit erhöht und zudem etwas Glanz vom Promi auf die Marke abstrahlt.

Werbung mit Prominenten gerät in Deutschland in den meisten Fällen zu peinlichen Spot-Dramaturgien.

Mein sowieso schon gespaltenes Verhältnis zu Damen wie Ferres oder Feldbusch wird durch die dümmlichen Spots nicht gerade inniger. Dabei hätten sie die Macht, bessere Skripts einzufordern.

Auch ist man bei einem Johannes B. Kerner, der sein Image als smarter Sonnyboy so leidenschaftlich pflegt, echt verwundert, wenn er sich für eine ganz platte Air Berlin-Nummer hergibt.

Franz Beckenbauer könnte seiner langsam nicht mehr zu ertragenden Allgegenwart im deutschen Fernsehen einen erfrischenden Schub geben, wenn er endlich mal so in einem Spot auftritt, dass sich die Leute die Augen reiben. Jo is denn dös der Franz? Odr is scho wida Weihnacht'n?

Franz Beckenbauer ist ja selbst schon eine Marke – ich finde, die könnte einen echten Relaunch vertragen. Vielleicht auf Kosten der Telekom? Oder Erdinger? Oder der Postbank? Oder O2? Oder Audi?

Natürlich winkt den meisten Promis viel Geld und deshalb schließen sie einfach die Augen und den Verstand, wenn sie das Skript sehen, sonst würden sich unsere Damen und Herren aus der Promi-Liga nicht zu den wenig geistreichen Auftritten à la Feldbusch oder Ferres hingeben.

Der folgende Spot hat das Promi-Dilemma zwischen gutem Geld und schlechtem Skript sogar als Story aufgegriffen:




TVC „Vroom Vroom Party Starter“ mit Late Night Talker Conan O’Brien für Budweiser – geschaltet während dem Superbowl.


Der Verbraucher versteht sehr wohl, ob eine Marke sich im Glanze der Berühmtheit sonnen will oder es versteht, die Persönlichkeit des Promis zu nutzen und eine starke Story und eine glaubwürdige Verbindung zur Marke herzustellen.

Eine gelungene deutsche Lösung war der Paulaner-Spot mit Oliver Kahn, kurz nachdem der vom damaligen Nationaltrainer Klinsmann auf die WM-Ersatzbank befördert wurde.




TVC „Bank“ für Paulaner von kempertrautmann.


Ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie die Agentur Serviceplan und mein geschätzter Kollege Alexander Schill die Testimonial-Kombi Rudi Assauer und Bruce Willis für Veltins unter einen Hut bringt. Demnächst in diesem Theater?

Zum Schluss ein ganz neues Beispiel aus der Champions League der Promi-Werbung (von wem wohl?):




TVC „Huluwood“ für hulu.tv von Crispin, Porter + Bogusky, Miami.

Sonntag, 15. Februar 2009

Die Gunst der Stunde wird zu wenig genutzt.

Als Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt wurde, erschien am nächsten Tag eine ganz simple Streifenanzeige in einigen Tageszeitungen von Neuseeland und Australien:



Das Motiv "Goodbye Bush" für das Enthaarungsmittel Veet von Euro RSCG, Sydney.

Was gehört zu so einer Anzeige?

Der von uns Kreativen immer wieder so verzweifelt eingeforderte Mut?

Ich finde, man muss nicht mutig sein, um dieses Motiv zu schalten.

Es ist in keinster Weise provokant oder verletztend, es ist in bester Manier doppelsinnig und es ist günstig zu produzieren. Auch die Mediakosten dürften ein Minimum dessen sein, was der Rummel Wert war, den diese Anzeige eingebracht hat.

Den Sog dieser Anzeige merkt man schon an der Tatsache, dass ich nur "Goodbye Bush" und "Veet" bei Google eingegeben muss, um das Motiv zu erhalten. Woraus man schließen kann, dass sich viele Menschen rund um die Welt damit beschäftigt haben.

Ich wiederhole mich: so macht man Werbung. Und die Zutaten für so einen Coup stehen in der Zeitung.

Es sind die Nachrichten.

Werbung aus aktuellem Anlass. Unter dieser Überschrift habe ich mich im November schon mal darüber ausgelassen, dass das aktuelle Geschehen die besten Ideen liefert.

Die Verbraucher respektieren an solchen Kampagnen zwei Aspekte. Der Absender beschäftigt sich mit ihren Themen und Problemen. Und er besitzt den nötigen Humor, um sie für seine Belange zu nutzen.

Die Finanzkrise ist in aller Munde. Als Reaktion auf die Finanzkrise gibt es inzwischen Sonderangebote aller Orten. Speziell in der Autoindustrie.

Viele Agenturen sind momentan damit beschäftigt, diese Sonderprämien zu bewerben. Und der eine oder andere Werbungtreibende versucht natürlich auch, die Krise in seiner Kommunikation aufzugreifen.

In Frankreich ist es Volkswagen und der Agence V sehr spitz gelungen, beides unter einen Hut zu bringen.

Die Krise und das Sonderangebot.

Aber zu der gewählten Umsetzung "Anonyme Börsenhändler" (siehe unten) gehört schon etwas mehr Chuzpe. Man hätte sicher die Bedenken haben können, dass es nicht politisch korrekt ist, sich über Banker lustig zu machen.

Verdammt noch mal, die haben das verdient und müssen das jetzt auch aushalten können. Viele Völker dieser Erde müssen schließlich den Mist, den die Banker weltweit angerichtet haben, ausbaden.

Da wird man sich doch wohl einen kleinen Spaß erlauben dürfen.

Ich finde die Spot-Serie trifft 100% den Nerv der Konsumenten. Auch hier kann ich nur feststellen: was will Werbung mehr erreichen?

Eine kritische Note an die eigenen kreativen Nasen ganz zum Schluss: so eine Anzeige vom Kaliber "Veet" hätte sich jeder von uns ausdenken können. Und sicher hätte es einige Kunden gegeben, die den Mut gehabt hätten, sie zu schalten.

Nachrichten besser beobachten und öfter mal wieder in Vorleistung gehen, liebe Kollegen. Dann klappt es auch mit dem ewig gejagten "talk of the town"-Anspruch.





TVC „Confession“ für Volkswagen, Agence V, Paris.



TVC „Yes“ für Volkswagen.




TVC „Oath“ für Volkswagen.



TVC „Exorcist“ für Volkswagen.

Ein geniales Beispiel, wie man Aktualität und Sonderangebote unter einen Hut bringt.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Die Mutigen erhöhen ihr Budget. Jetzt.

Unternehmen zerstören den einzigen Vorteil dieser Rezession, wenn sie jetzt ihre Marketingbudgets zusammenstreichen.

Mit diesem Satz beginnt ein interessanter Artikel in der Financial Times Deutschland vom letzten Freitag. Geschrieben hat ihn ein Professor für Marketing und Strategie, der an der China Europe International Business School in Shanghai doziert: Willem Burgers.

Ich bin leider kein Professor und ich verfüge auch nicht über anerkannte Studien, die meine Thesen belegen, aber mein Bauch sagte mir schon vor der letzten Rezession um das Jahr 2000/2001 genau das gleiche. Und ich meine, auch schon mal darüber philosophiert zu haben (hier).

Selbst ein durchschnittlich talentierter Marketingmann kann sich an seinen zehn Budgetfingern ausrechnen, dass in einer Rezession seine Marketinginitiativen die größte Rendite bringen. Wenn er sie beibehält. Oder gar aufstockt.

Da Professorenworte in diesem Land immer noch mehr Gewicht haben als die eines Werbefuzzies, hier seine drei Hauptargumente kurz zusammengefaßt (vielleicht könnt ihr sie ja in einem eurer nächsten Kreativ- oder Kundenmeetings überzeugend an den Mann bringen):

1. Verschiedene Studien kommen immer wieder zum gleichen Ergebnis, nämlich dass es auf lange Sicht viel teurer ist, die Budgetkürzungen einer Krise später wieder auszugleichen bzw. den erlittenen Vertriebs- und Kommunikationsnachteil im Aufschwung wett zu machen.

Firmen, die in einer Krise ihr Budget konstant gehalten oder gar erhöht haben, kommen häufig ohne Umsatzeinbuße durch die harte Zeit und können im Aufschwung dann ihre gewonnene Marktmacht ausspielen.

2. In guten Zeiten ist es teurer, den Marktanteil auszuweiten, weil sich auch schwächere Konkurrenten über Wasser halten. Schlechte Zeiten, in denen Mitbewerber vom Markt verschwinden, bieten die Chance, den eigenen Marktanteil zu erhöhen.

3. Marketing ist in einer Rezession effektiver. Wenn die Konkurrenz weniger wirbt, haben es Marken leichter, auf sich aufmerksam zu machen. Die Kunden nehmen die eigene Werbung klarer und deutlicher war. Das Störgeräusch der Mitbewerber entfällt. Werbeplätze sind günstiger einzukaufen.

Hört sich alles ziemlich schlüssig an, oder?

Fehlt nur noch ein Kunde, der in Deutschland so vorausschauend denkt und couragiert danach handelt.

Mir ist bis jetzt keiner begegnet. Euch?





TVC „Battle“ für monster.com von BBDO New York.

Wer die Kreativportale im Internet regelmäßig durchstöbert, bekommt momentan den Eindruck, dass fast wöchentlich ein neuer Spot von monster.com auftaucht.

Ob das Jobportal mit Willem Burgers Kontakt hatte?


Mittwoch, 11. Februar 2009

Wettbewerbe machen eigene Kampagnen.

Ich habe kurz gezuckt, als ich diese Woche in der Werbepresse lesen musste, dass der ADC seine „Agenturbeziehung“ neu ordnet. Das klingt, wie wenn der Coca-Cola Konzern sein Agenturportfolio überarbeitet.

Spätestens beim Lesen solcher Sätze dürfte auch dem letzten Kreativen klar geworden sein, dass es bei Wettbewerben inzwischen fast nur noch um knallhartes Business geht. Ideale sollten sich bitte hinten anstellen.

Das Geschäftsmodell: Agenturen investieren enorm viel Geld in Arbeiten für Wettbewerbe, um dort zu reüssieren und damit ihre Wir-sind-kreativ-PR-Maschine zu schmieren.

Die Wettbewerbe bieten eine Businessplattform dazu. Und kassieren für unsere Eitelkeiten kräftig ab. Inzwischen zu kräftig, für mein Empfinden.

Kreativwettbewerbe werden sozusagen zum Xing der Medaillen-Community. Die Macher samt Adresse kann man in jedem Annual oder im Wettbewerbs-Internet-Portal einsehen.

Doch die Wettbewerbe wollen jetzt nicht nur Kampagnen zur Einsendung haben, sie treten auch selbst welche los. Warum, liegt auf der Hand.

Die Finanzkrise lässt die Einsendegebühren nicht mehr so locker sitzen wie früher und es findet ein internationaler Verdrängungswettbewerb statt.

Wenn ich allein unser Verhalten in der Agentur als Beispiel nehme: wir sitzen immer mal wieder vor den Wettbewerbslisten und sehen uns ganz genau an, ob wir nicht doch noch eine Award-Zeremonie mehr weglassen können.

Gerade neulich habe ich unsere – wie ich fand relativ überschaubare – Menge an Einreichungen zum D+AD als Zahlenkolonne gesehen. Wenn man die Abwrackprämie nutzten würde, so könnte man mit dem Betrag einen schönen Skoda Fabia kaufen.

Natürlich vollzieht der perfekte Agentur-Marketingexperten die Streichliste nicht nach Bauchgefühl, sondern geht mit dem Kopf die Wertungsliste von Manager Magazin, Horizont und w&v durch. Die entscheiden schließlich über das zur Zeit so heftig diskutierte Agentur-Kreativranking.

Mal sehen, wann das Cannes-Werbefestival seine Kampagne startet. Alles andere als ein Goldener Löwe wäre für die Löwen-Eigenwerbung eine herbe Enttäuschung.

Wer das Briefing für die Kampagne noch nicht hat, hier die Kurzform:

Entwickle eine Kampagne, die dafür sorgt, dass die Einreichungen in Cannes das Maß aller Dinge bleiben. Agenturen sollen noch mehr in Cannes investieren, um ihre kreative Reputation zu steigern. Und dafür lieber auf andere Wettbewerbe verzichten.

In diesem Zusammenhang interessiert mich natürlich, welche Wettbewerbe aus eurer Sicht für den Arsch sind. Und welche Pflicht.


video


Der Viral „The Creative Presentation“ für den kanadischen Cassies Award von DDB Toronto.

Schöner Nebeneffekt für die Macher: sie können den Film für den Wettbewerb bei Wettbewerben einsenden. Uaaaaaarghhhh!

Auf diesen Spot hat mich einer meiner Kunde aufmerksam gemacht (hat er mir "geforwarded"). Weil er findet, dass dieses Szenario im Film so typisch für uns Werbeleute ist. Nochmal Uaaaaaarghhhh!

Montag, 9. Februar 2009

Schweinebauch ist wenigstens ehrlich.

"Die Werbung ist nicht kreativ, aber sie funktioniert".

Wie oft hören wir Kreative dieses Argument.

Bevorzugt von Kunden oder von der Beraterfraktion. Aber auch von Kreativen, die ihre mittelmäßige Arbeit irgendwie rechtfertigen wollen. Erst neulich tauchte der Satz auch in einem Kommentar hier auf. Für Werbung, die nicht kreativ ist, aber die „ihren Job“ macht.

Ich habe diese Phrase auch schon häufig benutzt, aber wenn ich ehrlich bin, war sie immer eine Entschuldigung dafür, dass ich nicht wirklich etwas Kreatives auf einem Briefing entwickelt oder beim Kunden durchsetzen konnte.

"Meine Werbung funktioniert" ist die Kapitualtion vor der Differenz zwischen dem eigenen Anspruch und der veröffentlichten Realität.

In diesem Zusammenhang muss man sich fragen, was ist denn überhaupt eine „kreative Kampagne“?

Sicher kann nicht nur all die Werbung, die irgendwo einen Preis bekommen hat, als kreativ bezeichnet wird. Und vieles andere nicht.

Umgekehrt, wenn man mal den typisch deutschen Werbeblock im Fernsehen vor seinem inneren Auge vorbeilaufen lässt, wäre es eine Beleidigung für das Wort kreativ, so etwas wie Krombachers Helikopterflug über einen See oder die Rügenwalder Mühle als eine kreative Kampagne zu bezeichnen.

Mazdas Zoom-Zoom?

Die lila Kuh?

Der angestrichene Milka-Repräsentant war irgendwann sicher mal eine kreative Idee, um für Schokolade Werbung zu machen. Ich kann mir vorstellen, dass in der Anfangszeit auch die Kampagne kreativ war. Heute ist einfach der kreative Lack abgeblättert und sie nervt, weil die Agentur aufgesetzte Storys in den Alpen konstruiert. Oder (vermutlich) konstruieren muss.

Die Marketingabteilung von Kraft Jacobs Suchard würde mich für diese Behauptung mit folgendem Wort strafen: leg dich gehackt, wir wollen keinen Schönheitspreis gewinnen.

Warum nicht? Werbung, die "schön" (weil überraschend oder spannend) anzusehen ist, will man mehrmals sehen. Die Kuh von heute würde ich beim zweiten Mal ansehen am liebsten abschlachten.

Funktioniert – das ist das Lieblingsalibi der Marktforschungsgläubigen, Ängstlichen und Phantasielosen. All den Leuten, die anspruchsvollere Kampagnen immer mit den Worten abschmettern: zu intelligent, was sie da vorstellen. Unsere Verbraucher verstehen das nicht.

Ich unterscheide deshalb zwischen kreativem Marketing und kreativer Kampagne.

Lila Kuh, Rügenwalder Mühle, Krombacher Regenwald ¬ so etwas fällt eher unter die Rubrik kreatives Marketing. Wenn überhaupt.

Mit kreativer Werbung hat das nichts zu tun.

Unter kreativer Werbung verstehe ich Kampagnen, die so überraschend und neuartig sind, dass man sich mit ihnen beschäftigt, selbst wenn man sich eigentlich gar nicht für das Produkt interessiert.

Leute, die funktionierende Werbung wollen, unterstellen immer, dass kreative Werbung nicht funktioniert.

Das Gegenteil ist der Fall. Sebastian Turner hat dafür sogar mal Untersuchungen anstellen lassen. Typisch.

Egal, kreative Werbung funktioniert besser, weil sie meistens mit weniger Geld mehr erreicht als „funktionierende Werbung“.

Es ist doch klar, dass ich auf Möbelwerbung achte, wenn ich gerade Möbel kaufen will. Und selbst eine Schweinebauchanzeige (das sind die großformatigen Preisangebotsanzeigen in TZ) von Mediamarkt wird von mir gelesen, wenn ich einen Fernseher kaufen möchte. Aber sonst auch nicht.

Apropos Schweinebauch.

Mir ist eine unprätentiöse Schweinebauchanzeige immer noch lieber als eine pseudo-kreative Verkaufsanzeige.

Werbung hat ziemlich oft etwas mit dem Geschmack der Kunden zu tun. Oder damit, wie Kunden Werbung sehen bzw. wie stark sie denken, dass Werbung für „dumme Verbraucher“ gemacht sein muß.

Bevor ich peinliche Reklame mache ziehe ich unkreative, aber klare Preis- oder Produktinformation. Natürlich, herausfordern tut mich bedes ganz und gar nicht.

In Hamburg wirbt eine Autovermietung namens StarCar mit wirklich platten Wortspielen (Bsp. von der Webseite gefällig: Tierischer Anhänger für Pferdeanhänger). Da vergeht einem die Lust, dort ein Auto zu mieten.

Solche Wortspiele erinnern mich an meinen Vater, der mir immer wieder die gleichen alten Witze erzählt. Aber im Unterschied zu StarCar will mir nichts verkaufen. Und er ist über 80.

Zum guten Schluss noch ein Gedanke an all die kreativen Kampagnen, die leider keine Preise gewinnen:

Lasst sie uns in den Kommentaren ehren.




Nicht kreativ, aber dafür verkauft sie einen auch nicht für dumm.

Die klassische Schweinebauch-Anzeige.

Samstag, 7. Februar 2009

Grosse Werber-Blog Sammelaktion.

Heute möchte ich das umfangreiche Know-How meiner Lesergemeinde anzapfen und auf einen Schlag möglichst viele Web-Adressen, die für uns Kreative interessant sind, einsammeln.

Ich leg mal vor und liste hier all die Quellen auf, aus denen ich meine Inspirationen für kreative Themen und Beispiele speise (die Reihenfolge entbehrt jeglicher Wertung):

Lürzer’s Archive.
Creativity online.
Shots.
FWA.
Ads of the world.
Adverbox.
BestAdsonTV.

So. Damit das hier eine möglichst vollständige Sammlung wird, rufe ich euch jetzt auf, eure bevorzugten Quellen in den Kommentaren anzugeben.

Bitte beschränkt euch auf die URLs, die hier (und ggf. in den Kommentaren vor euch) noch nicht genannt wurden.

Vielleicht schaffen wir es mit dieser Aktion, eine nützliche Übersicht für alle von uns zusammen zu stellen.

Dank an alle, die mitmachen.

Damit ihr beim Nachdenken eine entspannte Stimmung bekommt, hier das neueste Musikvideo von Radiohead (ok, ja, ist eine meiner Lieblingsbands):



Weird Fishes/Arpeggi by Radiohead. Tobias Stretch Films, Philadelphia.

Freitag, 6. Februar 2009

Verdammte 30 Sekunden.

Ich habe mir gestern die neue shots Rolle (# 112) angesehen. Für alle Leser, die beim Namen shots ein Fragezeichen auf der Stirn bekommen:

shots ist so etwas wie Lürzer’s Archiv, aber ausschließlich für das bewegte Bild.

Die Compilation erscheint jeden Monat als DVD und ist deutlich auf englische Arbeiten fokussiert. Obwohl shots einen weltweiten Anspruch formuliert („cutting edge advertising and creativity worldwide“).

Gut, was Werbung angeht, sehen sich die Engländer vermutlich als Nabel der Welt an.

Alle drei Monate schafft es mal ein deutscher Spot auf die Rolle (oder aber es gibt ein Deutschland Special), doch meistens auch nur dann, wenn eine englische Produktion oder ein englischer Regisseur an dem Spot beteiligt waren.

Neben dem Creative Showcase, der rund 20 aktuelle Spots umfasst, gibt es noch Länder Specials, Regie Specials, Kunden Specials oder Nachwuchs Specials sowie die neuesten Musikvideos.

Natürlich werden nur herausragende Arbeiten gezeigt. Oder filmisch sehr ungewöhnliche Werke.

shots gehört inzwischen zum gleichen Verlag, der auch das Cannes Werbefestival vermarktet (Emap Media).

Vor einigen Jahren noch war das wie ein halber Cannes Löwe, wenn man mit seinem Werk auf der shots Rolle vertreten war. Heute hat sie an Reiz verloren. YouTube sowie andere Werbe-Portale und Werbeblogs graben shots das Wasser ab, denn wenn die Rolle rauskommt, ist das Zeug schon längst weltweit verbreitet.

Dafür ist das Abonnement sackteuer. Und es ist inzwischen zu viel Mist drunter.

Natürlich findet man immer einige tolle neue Kreationen (siehe unten).

Was bei aller Begeisterung auffällt, ist die Länge der Spots. Viele der Filme, wie auch die, die ich hier in der Vergangenheit heran zitiert habe, verfügen meistens über eine ganz stattliche Länge.

Zwischen 45 und 60 Sekunden.

Davon träumen wir deutschen Kreativen meistens doch nur.

Sicher, auf shots wird der ein oder andere Director's Cut zu sehen sein und nicht der wirklich geschaltete Spot. Aber in England sind die Spots auch deshalb länger, weil die Werbezeiten günstiger als in Deutschland sind.

Unsere Traumlänge liegt bereits bei 30 Sekunden, wenn es um einen TV-Spot geht (klar, bei viralen Spots ist das etwas anderes). Meistens müssen wir uns mit 20 oder 25 rumschlagen.

Eine ordentliche Geschichte kann man aber erst ab 25 Sekunden erzählen. Selbst in dieser Zeit muss man sich höllisch reduzieren.

Ich komme gerade von einer Filmproduktion. Wir haben den Schnitt für einen neuen TV-Spot diskutiert und ich musste wieder einmal feststellen, wie kurz 28 Sekunden sind.

Obwohl ich nun schon wirklich endlos viele Filme geschrieben und realisiert habe, tappe ich immer wieder in diese beschissene Zeitfalle.

Dramaturgie braucht Pausen. Und die sind bei 30 Sekunden rar, wenn man eine dichte Geschichte oder einen dialoglastigen Spot hat. Siehe auch folgenden Beitrag.

Wie dem auch sei, bei aller Inspiration durch Shots, AdverBlogs oder Lürzer’s, achtet immer darauf, wie lang die dort vorgestellten Filme sind.

Man lässt sich gerne durch opulente Geschichten blenden, für die wir nicht die Zeit haben.

All meine Hochachtung gilt deshalb besonders denjenigen, die auch in 20 bis 30 Sekunden einen Löwen zur Welt bringen.



TVC „Waterslide“ für Barclay Card von BBH London. Länge: 60 Sekunden.
In 30 Sekunden würde der Spot vermutlich baden gehen.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Hätte, wäre, könnte.

Es ist der Traum eines jeden Kreativen und auch der Traum eines jeden Markenverantwortlichen, dass über seine Werbung geredet wird.

Vorzugsweise natürlich positiv.

Ich bekomme in letzter Zeit wieder häufiger Filme geschickt, was in erster Linie wohl mit meinem Blog zusammenhängt.

Es ist heutzutage unter Kreativen ja ein gängiges Beurteilungskriterium für die Qualität eines Spots, wenn man sich fragt: Würde ich so etwas rumschicken? Neudeutsch: forwarden.

Nun wäre Kreation wirklich leicht, wenn man so einfach voraussagen könnte, dass ein Film oder ein Motiv mit einer gewissen Dramaturgie oder mit einer gewissen Exekution die Garantie liefert, herumgeschickt zu werden.

Aber oft wird ein Stück Werbung eben nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Oder es fehlt einfach das Budget, um den Spot so zu realisieren, wie er sein müsste, damit der rumgeht.

Oder, weil Selbstkritik gerne unterschlagen wird: die Idee war nicht so gut, wie sie als Scribble ausgesehen hat.

Das wirklich faszinierende an unserem Job ist, das man es mit einer genialen Idee (noch besser: mit einer genial einfachen Idee) immer wieder schaffen kann, fremde Leute zu begeistern und dazu zu bringen, sich mit der Marke und einer Botschaft zu beschäftigen. Oder noch besser, sich dafür zu begeistern. Selbst wenn sie Werbung nicht mehr sehen können.

Richtig gute Ideen überwinden diese Hürde.

In meiner Vorlesung an der Texterschmiede am Dienstag war genau das eine Frage, als wir kurz über die Burger King Kampagne "Whopper Freakout" gesprochen haben: So spektakulär klingt die Idee doch gar nicht (einen Tag lang keine Whopper verkaufen und die Reaktionen der Kunden aufzeichnen).

Richtig, die Idee hört sich eigentlich ziemlich banal an.

Aber man muss eben erst mal darauf kommen. Dann muss man daran glauben. Und dann den Kunden davon überzeugen.

Alle guten Ideen werden von Kreativen, die sie nicht gemacht haben, mit den Worten kommentiert: da hätte ich auch drauf kommen können (unausgesprochen: wenn ich nicht so doofe Kunden hätte, die nichts zulassen).

Vergiß es. Rede es dir nicht ein. Und rede dich nicht raus.

Genial einfache Ideen kauft fast jeder Kunde.

Setz dich hin und mach aus hätte, wäre, könnte endlich die Gegenwartsform.



Ein aufwändiger Spot, den ich rumschicken würde. TVC „Doubletake“ für monster.com von BBDO New York.



Ein aufwändiger Spot, den ich nicht rumschicken würde. TVC „Heist“ für Coca Cola von Wieden & Kennedy, Amsterdam.

Dienstag, 3. Februar 2009

Integriertes Beamtentum.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Fach Geschichte richtig aufgepasst habe, aber das Beamtentum wurde von den Preußen perfektioniert.

Fragen wir zur Sicherheit Wikipedia:

Der preußische Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. formalisierte die Ausbildung und gilt als Vater des Berufsbeamtentums. Sein aufgeklärter, absolutistischer Sohn Friedrich der Große (II.) war es dann, der das Gemeinwohl zum Primärziel erhob und sich selbst als „ersten Diener des Staates“ sah.

Ok, mein mäßiges Geschichtswissen lag nicht so falsch.

Aber lassen wir die persönlichen Eitelkeiten beiseite, stellen wir fest, dass das Beamtentum von den Deutschen kommt und dass der ADC den Status des kreativen Beamtenstaates momentan für sich proklamiert.

Sein König Amir I. hat den Paradigmenwechsel seit geraumer Zeit entdeckt und sich selbst als Missionar für den Wandel "von der Agentur zur kreativen Unternehmensberatung" identifiziert.

Hut ab vor der Verve, mit der König Amir I. das vollzieht.

Sein mediales Theater hat immerhin die Diskussion um die Zukunft von Kommunikation angefacht.

Während unser Kreativsonnenkönig auf dem Paradigmenwechsel herumreitet, scheinen die angelsächsischen Kreativhandwerker einfach weniger zu diskutieren – und mehr zu machen.

Integrierte Kommunikation ist für sie keine Vision, sondern Alltag.

Sie sind von Natur aus daran interessiert, eine starke Grundidee zu entwickeln und dann aus dem Strauss von Medien diejenigen raus zu suchen, die am besten zur Idee und zur Zielgruppe passen.

Dass da heutzutage – mit aller Wahrscheinlichkeit – online Werbemittel dabei sind, liegt in der Natur von zwei Erkenntnissen.

Erstens nutzen die meisten Zielgruppen inzwischen das Netz (hey, wow, echt interessant) und zweitens ist es ein vergleichsweise günstiges Werbemittel. Immer noch.

Ich hatte diesbezüglich ein Schlüsselerlebnis auf dem ADC-Big-Ideas-Kongress im Oktober 2008.

Bei einer Podiumsdiskussion mit Chuck Porter (Crispin Porter Bogusky), Al Kelly (Fallon) und einigen deutschen Kreativ-Größen (mehr davon hier) kam die Frage im Publikum auf, wie CPB oder Fallon das mit der „integrierten Kommunikation“ organisatorisch so lösen.

Die Jungs aus den USA haben die Frage erst gar nicht verstanden. Auf ungläubiges Nachfragen ihrerseits ins Auditorium (what do you mean?) konnte man dann von ihnen erfahren, dass sie nach wie vor einfach eine starke Grundidee oder Geschichte suchen, bevor sie dann an die Medienkanäle denken.

Ganz klar, sie haben sich ein paar Leute ins Team geholt, die aus der digitalen Richtung oder gar ganz anderen Disziplinen kommen. Aber: alle arbeiten als Team. Und nicht in irgendwelchen Sondereinheiten. Nix Task force "integriert", nix Unit "360 Grad", nix "Agentur für holistische Kommunikation". Einfach wie immer: Werbeagentur.

Ihr Denken: Problem. Lösung. Creatives – just do it.

Das ist der Lauf der Dinge.

Diese Verbeamtung von integrierter Kommunikation ist eben – mal wieder – typisch deutsch. Und die Diskussion darum auch.

Hey, ich liebe dich.

Warum?

Kann ich dir nicht sagen.

Moment, kann man aus deiner Liebe zu mir nicht ein Grundschema erkennen?

Warum?

Na, dann könnte ich ein System daraus machen und es besser vermarkten.

Aber Gefühle sind Gefühle.

Ja, aber Gefühle mit System kann man besser verkaufen.

Ich denke, du liebst mich.

Ja, aber nur, wenn man ein Schema daraus ableiten kann.

Schnitt.

Während wir noch diskutieren, entwickeln die anderen einfach spaßige Werbung.

Der Spot anbei belegt das erneut.

Locker, leicht – und vielleicht auch integriert. Aber egal. Wenn Werbung dich packt, ist es vollkommen Banane, woher die Idee kam. Und wo ich sie schon mal gesehen habe.

Also Leute, alles beim Alten. Die Idee zählt.

Mehr denn je.


TVC „Free Doritos“ von Goodby Silverstein & Partners.

Sonntag, 1. Februar 2009

Läuft Amir amok?

Der deutsche ADC präsentiert sich gerade mal wieder als Aspirant für den Titel Deutschlands dämlichster Kleintierzüchterverein.

Der neue Präsident Amir Kassaei (DDB Berlin) strebt eine kolossale Reform des Clubs an, zelebriert diese Reform bereits in den Medien (ohne dabei wirklich konkret zu werden).

Der Rest des Vorstands scheint davon etwas überrumpelt worden zu sein und versucht nun, die Pfründe des ADC (besser gesagt die eigenen Agenturpfründe) mit hilflosen e-mail-Aktionen und Umfragen zu sichern.

Worum geht es?

Amir will das bisherige Kreativranking abschaffen und stattdessen einen allumfassenden Agenturindex installieren. Der Index soll sich aus 10 verschiedenen Kriterien zusammensetzen:

1. Business Performance
2. New Business Performance
3. Innovationspotenzial (innovative Kommunikationslösungen)
4. Qualifikation der Mitarbeiter
5. Awards und Auszeichnungen (bei den 10 wichtigsten Kreativwettbewerben)
6. Ganzheitliche Kommunikationskompetenz (Multimedia-Kampagnen)
7. Strategische Markenführung (Tools, Cases)
8. Effizienz (Abschneiden bei Effizienz-Wettbewerben)
9. Reputation (Ansehen, Markenpflege in eigener Sache)
10. Exekution und Technologiekompetenz (digitale wie analoge Lösungen)

Jetzt kommt es: Die Jury soll aus 20 Personen bestehen, die jedes Jahr neu bestimmt werden und sich wie folgt zusammensetzt:

5 Marketingentscheider
5 Agenturvertreter
5 Medienvertreter
5 objektive Spezialisten aus verwandten Branchen (Kultur, angewandte Kunst, Wirtschaftswissenschaften, usw.)


Was für ein Unfug!

Es ist sicher richtig, das bestehende Kreativranking und die bestehende Juryzusammensetzung zu hinterfragen.

Die Gründe:

Das Kreativranking spiegelt nicht mehr die wahre kreative Leistungskraft der Agenturen wieder, denn die Agenturen, die mehr Geld in Fakes investieren, stehen auch im Ranking mehr oder weniger oben. Folglich haben die großen Networks mehr und mehr Einzug ins Ranking halten. Sie können einfach das Geld (Produktion, Media, Einsendungen) und das Personal zur Verfügung stellen.

Die Juryzusammensetzung funktioniert bisher so. Jedes Mitglied kann sich für eine Jury bewerben. In einer Wahl unter allen ADC-Mitgliedern werden dann die Jurymitglieder bestimmt.

Agenturen mit vielen ADC-Mitgliedern (z.B. JvM, S+F) sind somit in fast jeder Jury vertreten und können natürlich das Ergebnis mehr beeinflussen. Sie können auch ihr Gewicht ausspielen, wenn es darum geht, wer wo sitzt (wenn 20 Leute ein Mitglied nicht wählen und dafür andere, hat derjenige schon schlechtere Karten, in die Jury zu kommen). Und es gibt Agenturen, die sich vorher absprechen, wen die Agenturleute wählen sollen. Und wen nicht.

Auch bewerben sich „ehemalige Kollegen oder Freunde“ (Namen lassen wir hier mal weg) gerne für die gleiche Jury, um dann besser Stimmung machen zu können bzw. sich gegenseitig ihre Arbeiten „vorzuschlagen“.

Das nervt, und deshalb sollte man wirklich überlegen, ob es nicht ein gerechteres System dafür gibt.

Das Problem ist natürlich, dass die Verantwortlichen nicht unbedingt das alleinige Interesse haben, die wirklich besten kreativen Arbeiten und echte Innovationen auszuzeichnen, sondern möglichst sicherzustellen, dass die Bedingungen für ihre Agentur optimal sind.

Dennoch sollte der ADC nicht den GWA nachahmen und die effizientesten oder die "am besten aufgestellten" Agenturen zu Kreativstars wählen, sondern einfach nur die kreative Meßlatte des Jahres definieren.

Die Gewinnerarbeiten des Wettbewerbs sollten in erster Linie die Industrie zu besseren Kommunikationsleistungen inspirieren und für den Nachwuchs ein Vorbild sein.

Leider findet man im Buch immer wieder sehr viel kreativen Durchschnitt, der international keine Chance hat. Eben weil sich die Buddies hier teilweise die Medaillen für Mittelmaß zuschieben.

Ich habe darüber schon früher geschrieben (wen es interessiert).

Durch die Massen an Fakes ist zudem die Relevanz total verloren gegangen, so dass Kunden und Industrievertreter das ganze Prozedere nicht mehr wirklich ernst nehmen können.

Insofern ist Amirs Vorstoß richtig, die Sinnhaftigkeit und Wahrhaftigkeit von Ideen zu stärken. Nur ist es eine Anmaßung, durch 20 Leute, die irgendwer bestimmt, die besten Agenturen definieren zu lassen.

Viele Agenturen haben spezielle Stärken und Talente, die dieser Index nicht berücksichtigen kann.

Was ich noch ziemlich erbärmlich finde, ist die Tatsache, dass sich der Vorstand nicht zu einer Meinung durchringen kann, die dann als Entscheidungsgrundlage für die Mitgliederversammlung taugt. Denn die hat das zu entscheiden.

Jeder kocht wieder mal sein eigenes Süppchen. Was zeigt, dass es mehr um Eitelkeit als um eine gemeinsame Vison geht.

Der ADC sollte einfach nur dafür sorgen, dass wieder starke, überraschende und auch international anerkannte Kreation ausgezeichnet wird. Möglichst Arbeiten, die Teile der Welt auch gesehen hat. Und nicht nur die Leser von Szene Hamburg.

Zwei schöne Beispiele sind die beiden Spots für Pepsi Diet max zum Superbowl. Entwickelt von TBWA/Chiat Day.




TVC „Ingredients“.




TVC „I’m good“.